Lernförderung für Kinder
Wenn Kinder Schulschwierigkeiten haben, reicht eine Nachhilfe oft nicht aus. Vielen Kindern fehlt es an den notwendigen Voraussetzungen, um überhaupt lernen zu können. Ihnen mangelt es an Motivation und Ausdauer. Sie können sich deshalb schlecht konzentrieren und wissen nicht, wie sie an Aufgaben herangehen können.
Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder nachmittags stundenlang über ihren Schularbeiten sitzen, ohne etwas zustande zu bringen. Ursache ist nicht selten eine fehlende Lernmotivation. Diese Kinder haben keine Lust zum Lernen, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Mathe-Textaufgaben lösen, Rechtschreibung und Vokabeln behalten oder einen Sachtext so lesen können, dass er im Gedächtnis bleibt. Folge: Die Kinder lernen den Schulstoff auswendig, ohne die Inhalte zu verstehen. Misserfolgserlebnisse durch schlechte Noten sind vorprogrammiert.
Wenn Kinder die Erfahrung machen, dass sie trotz Übens schlechte Noten schreiben, haben sie natürlich noch weniger Lust zum Lernen. Ihr Selbstbewusstsein schwindet und sie meiden die Situationen, in denen sie mit ihrem eigenen Versagen konfrontiert werden. Sie verweigern das Lernen, was dazu führt, dass ihre Schulleistungen noch schlechter werden.
Das Förderprogramm "Konzentration stärken und Lernen lernen", welches sowohl in Kleingruppen als auch als Einzel- und Zweierförderung angeboten wird, durchbricht diesen Teufelskreis.
Denn: Wer richtig lernt, entwickelt Spaß am Lernen und hat Erfolg.
Ziele und Methoden
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Stärkung und Motivation der Kinder, denn Lob, Anerkennung, Ermutigung und Erfolg sind Grundlage jeden Lernens.
Ziele der Arbeit sind:
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
- Einüben von Lern- und Arbeitstechniken (Lernen lernen)
Der Schwerpunkt des Konzentrations-Förderprogramms liegt auf dem Training der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche. Viele Kinder haben schlichtweg verlernt, sich zu konzentrieren und bei der Sache zu bleiben. Im Rahmen des Förderprogramms üben die Kinder, wieder "genau hinzusehen" und "genau hinzuhören", denn eine ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit ist eine wichtige Grundlage der Konzentrationsfähigkeit.
Beim "Lernen lernen" geht es darum, den Kindern zu zeigen, warum und wie man lernt. Durch einen neuen Zugang zum Lernstoff finden die Kinder mehr Freude am Lernen. In der Lernförderung werden effektive Lern- und Arbeitstechniken ausprobiert und eingeübt. Dazu gehört auch, dass die Kinder ihren eigenen Lerntyp kennen lernen und erfahren, welche Methoden des Lernens für sie am besten geeignet sind.
Den Kindern und Jugendlichen werden Basisfertigkeiten vermittelt, die sie in die Lage versetzen, ihre weitere Schullaufbahn selbstständig und unabhängig von Nachhilfeunterricht zu bewältigen.
Folgende Methoden werden angewandt:
Ziel: Konzentration stärken
- Schaffen der Voraussetzungen für konzentriertes Lernen: Einüben von Techniken zur Steigerung der Lernmotivation,
Organisation des Arbeitsplatzes, klare Strukturen und Gruppenregeln
- Konzentrationsspiele und Wahrnehmungsübungen
- Entspannungstechniken wie zum Beispiel Phantasiereisen
- Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie, vor allem Problemlöse- und Selbstinstruktionstraining
Ziel: Lernen lernen
- Vermittlung und Einüben von Lernmethoden, zum Beispiel Lernorganisation und Arbeitsplanung, Strukturieren von Lernstoff, Vorbereitung von Klassenarbeiten, Heftführung, Herangehensweise an Mathe-Textaufgaben, Aufsatztraining, Bearbeitung von Texten, Mindmapping, Herstellung von Lernkärtchen (u.a. zum Vokabellernen), Merktechniken, Verwendung von Hilfsmitteln, Umgang mit Medien
- Einüben von Kommunikationstechniken, zum Beispiel freies Reden in der Gruppe, Referieren und Argumentieren
- Erlernen von Kooperation in der Gruppe, zum Beispiel durch Gruppenspiele
- Lern- und Lesespiele
Gemäß der Theorie des ganzheitlichen Lernens werden alle Sinne in die Arbeit einbezogen.
Gruppenförderung
Vorteile
Die Arbeit in den Kleingruppen bietet viele Vorteile:
- Die Kinder sehen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dastehen.
- Die Gruppensituation entspricht äußerlich der Schulrealität, so dass die Kinder Erfahrungen aus der Kleingruppe direkt in den Schulalltag transportieren können.
- Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen der Kinder werden gestärkt.
- Die Kinder motivieren sich gegenseitig und gewinnen so mehr Spaß am Lernen.
Organisation
- Auftraggeber sind Eltern, die die Notwendigkeit einer außerschulischen Hilfe für ihr Kind sehen.
- Die Kleingruppen werden in Kooperation mit den Eltern eingerichtet.
- In einer Gruppe werden vier Kinder aus maximal zwei unterschiedlichen Jahrgangsstufen unterrichtet.
-
- In der Regel wird eine Gruppenlaufzeit von sechs bis acht Monaten anvisiert.
- Die Kleingruppe findet in Anlehnung an die Ferienregelung der öffentlichen Schulen einmal wöchentlich für 90 Minuten in der Praxis in Frankfurt-Bornheim statt.
- Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Trainingsstunden mit einzelnen Kindern durchzuführen, bei denen besonderer Förderbedarf besteht.
- Wichtig ist, dass die Kinder regelmäßig an der Gruppe teilnehmen. Nur so ist eine effektive Arbeit möglich.
- Zusätzlich zur Gruppenarbeit finden regelmäßig Elterngespräche und bei Bedarf Lehrergespräche statt.
Einzel- und Zweierförderung
Diese Fördermöglichkeiten sind vor allem dann empfehlenswert, wenn z.B. ein Kind aufgrund seiner speziellen Problematik individuelle Förderung braucht oder wenn in der Förderung sehr eng am konkreten Schulstoff gearbeitet werden soll.
Inhalte und Termine für die Einzel- und Zweierförderung werden individuell vereinbart, so dass eine größtmögliche Flexibilität gewährleistet ist. Die Förderung findet in der lerntherapeutischen Praxis in Frankfurt-Bornheim statt.
Workshops "Lernen lernen"
In den Schulferien finden bei rechtzeitiger Nachfrage Workshops zum Thema "Lernen lernen" statt, die in der Regel vier Vormittage dauern und mit einer einstündigen Eltern-Infoveranstaltung abgeschlossen werden.